: Jubiläums–Kampf an der Startbahn
Frankfurt (taz) - Mit Molotow– Cocktails, Leuchtspurmunition, Steinen und Knüppeln haben militante Startbahngegner am Sonntagabend die Polizei angegriffen. Bilanz der einstündigen Auseinandersetzungen an der Hochspannungsstraße südlich der Startbahn: 17 leicht verletzte Polizisten, die ambulant behandelt werden konnten. Nach Angaben von Startbahngegnern gab es auf Seiten der Demonstranten weder Verletzte noch Festnahmen. Bereits am Nachmittag hatten ca. 500 Menschen friedlich demonstriert, um an den fünften Jahrestag der Hüttendorfräumung zu erinnern. Als sich nach Einbruch der Dunkelheit die Mehrzahl der Demonstranten zurückzog, gingen die Militanten gegen die Polizei vor. Nach Angaben von Demo– Teilnehmern wurden im Wald versteckte Polizeieinheiten umzingelt und in die Flucht geschlagen. Die Polizisten setzten Tränengasgeschosse ein. Während ein Polizeisprecher von den „üblichen rituellen Kämpfen“ sprach, die sich allerdings durch außerordentliche Brutalität auszeichneten, bekundeten Sprecher der Militanten ihre „große Freude“, daß sie „das Feld beherrscht“ hätten. mm
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen