: Jahresrückblick Sport von: Johannes Kopp
Johannes Kopp ist Sportredakteur der taz.
Als alleiniger Gast im Presseboot vor Japans Küste schaukelnd, einen olympischen Segelwettbewerb vor Augen. Und die Frage des Steuermanns danach: „Wo wollen Sie jetzt hinfahren?“
„Ich leide nicht an der Glasknochenkrankheit. Ich habe sie.“
(Tischtennis-Paralympicssieger Valentin Baus, als im TV-Studio gesagt wurde, er leide an der Glasknochenkrankheit)
Tennisspielerin Peng Shuai ist beides. Gewinnerin, weil sie sich vom chinesischen Machtapparat nicht hat einschüchtern lassen. Verliererin, weil sie nun nur noch mit diesem und dem opportunistischen IOC sprechen darf.
Max-Jacob Ost ergründet in seinem monumentalen Podcast „11 Leben“ weit mehr als die Welt von Uli Hoeneß. Toller Sportjournalismus, weil auch die gesellschaftlichen Kontexte freigelegt werden. Ein Buch soll noch draus werden.
Ein Meister des Handwerks der Hinterhältigkeit. DFB-Vize Rainer Koch setzte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus im Beisein eines Journalisten unter Druck. Sie sollte richtigstellen, dass sie von Koch nie unter Druck gesetzt wurde.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen