piwik no script img

Jahresrückblick Literatur von: Ulrich Gutmair

Ulrich Gutmair Redakteur für Politisches Buch und Politik in der wochentaz

Feridun Zaimoglu: „Sohn ohne Vater“ (Kiepenheuer & Witsch). Wie alle Werke dieses großen deutschen Erzählers ist auch dieser Roman über einen Mann, der seinen Vater verloren hat, so poetisch wie politisch, schön und klug.

Eva Illouz: „Der 8. Oktober“ (Suhrkamp). Das Datum steht für den Skandal danach: Wie ist es möglich, dass Linke das Massaker der Hamas bis heute herunterspielen oder gar als revolutionäre Tat feiern? Illouz erklärt die Hintergründe.

Götz Aly: „Wie konnte das geschehen?“ (S. Fischer). Völkische Faschisten erobern Parlamente, Antisemiten besetzen Unis. Da ist es gut zu wissen, wie Hitler und Goebbels einst die Zustimmung der „Masse der Mitte“ organisierten.

Carlo Masala: „Wenn Russland gewinnt“ (C. H. Beck). Masalas Szenario, so dystopisch wie plausibel, zeigt, wie schnell Russland ans Ziel kommen könnte. Trumps „Friedensplan“ wurde hier bereits prophezeit. Wer’s liest, ist vorn.

Die Benjamins: „In 10 Jahren/Pas de Deux“ (Tomatenplatten). Die zwei Songs der neuen Single der Punk-Supergroup erzählen von einem alternden Musiker und einer toxischen Beziehung. Annette Benjamin singt so gut wie eh und je.