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Jahresrückblick Film von: Tim Caspar Boehme

Tim Caspar Boehme

Redakteur Film

„Lamb“. Isländische Filme haben es oft schwer. Valdimar Jóhannssons Regiedebüt zeigt die karge Natur des Landes magisch belebt. Naomi Rapaace spielt stark, fast ohne Worte. Da fehlt nichts.

„Il buco“. Wo gehört ein Film hin, der dokumentarisch und fiktiv ist? Man hat die Wahl. Michelangelo Frammartinos nachgestellter Abstieg in die Tiefe ist Höhlenkunde wie lakonisch existenzielles Drama.

„The Kingdom: Exodus“. Noch ist unklar, ob sie dieses Jahr anläuft. Warten lohnt: Lars von Triers Beschluss seiner „Geister“-Serie stellt für fünf Stunden mit Spuk und böser Komik die Welt auf den Kopf.

„The Wicker Man“. Wer Robin Hardys Klassiker noch nicht kennt, kann jetzt zwischen drei Fassungen wählen. Weil dieser Folk-Musical-Komödien-Horror so seltsam schön ist, am besten gleich alle drei gucken.

Iannis Xenakis: Electroacoustic Works“ (Karlrecords). Luft von anderem Planeten: Der große Solitär der Musik des 20. Jahrhunderts klingt auch zu seinem 100. Geburtstag noch elektrisierend außerirdisch.