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In Leipzig auf Stühlen gedenken

LEIPZIG epd ■ Ein Feld aus bronzenen Stühlen inmitten einer großen Wiese soll künftig in Leipzig an die während des Nationalsozialismus vertriebenen und ermordeten Juden der Stadt erinnern. Die Gedenkstätte solle am Standort der 1938 zerstörten jüdischen Synagoge in der Gottschedstraße errichtet werden, sagte gestern Leipzigs Kulturbeigeordneter Girardet. Die Einweihung sei für Juni 2001 im Rahmen der Jüdischen Woche vorgesehen. Die Baukosten betragen rund 800.000 Mark. Der Gestaltungsvorschlag kommt von den Leipziger Architekten Sebastian Helm und Anna Dilengite. Der Entwurf stammt nicht aus dem 1999 von der Stadt veranstalteten Wettbewerb. Eine 900 Quadratmeter große, trapezförmige Grünfläche wird den Grundriss der früheren Synagoge darstellen. Darauf werden Sitzreihen angeordnet. Das Stuhlfeld soll zum Verweilen einladen.

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