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Immer weniger Ostdeutsche

Berlin. Der Abwanderungstrend von Ost- nach Westdeutschland hält unvermindert an. Nach Hochrechnungen des Berliner Instituts für Sozialwissenschaftliche Studien (BISS) sind im vergangenen Jahr 330.000 Ostdeutsche nach Westen gezogen. In dem von Massenausreisen geprägten Wendejahr 1989 waren es nur 10.000 mehr gewesen, erklärte Siegfried Grundmann vom BISS. Die von der D-Mark-Einführung erhoffte Trendwende sei ausgeblieben. Derzeit verließen 10.000 bis 20.000 Ostdeutsche monatlich das Gebiet der ehemaligen DDR. Wenn dieser Trend anhielte, würden im Jahre 2000 nur noch 15 Millionen Menschen in Ostdeutschland leben. Die Abwanderung führt vor allem zu einer Überalterung der Bevölkerung im Osten. Der Anteil der 18- bis 27jährigen Übersiedler betrug im vergangenen Jahr 27,2 Prozent, 1989 waren es nur 19,4 Prozent. afp

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