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Hotspots der Unterwelt

Ibbenbüren und Bielefeld im Spitzenfeld

Fast 400 Tagesmeldungen auf den guten alten Nachrichtentickern unter dem bösen Stichwort „Kriminalität“ – und das, am letzten warmen Sommertag dieses Jahres, schon um 14 Uhr! 400 krasse Infos aus der eiskalten Unterwelt: „Ibbenbüren, Eigentümer zweier Fahrräder gesucht“ / „Bielefeld – Tätowiergerät & Staubsauger entwendet“, und weiter in „Bielefeld“, das es ja eigentlich gar nicht gibt – „aus einem Keller an der Straße Gehrenberg, in Höhe Steinstraße, entwendeten Einbrecher eine Tasche“. Ibbenbüren und Bielefeld: Was ist, stellvertretend für den gesamtdeutschen Raum, bei euch eigentlich los? Schämt ihr Letzteren euch etwa nicht, ihr ostwestfälischen Kleptomanen, die Ihr in einer Stadt lebt, die, so weiß es das doll aus der Zeit gefallene Wikipedia, „auf der Liste der Großstädte in Deutschland der Bevölkerung nach an 18. Stelle steht, und der Fläche nach an 11. Stelle“? An der Bielefelder „Max-Planck-Straße, im Bereich zwischen der Straße Am Flugplatz und der Zeppelinstraße“, wurden zu allem Unglück und weit darüber hinaus auch noch „Haushaltsartikel und Schuhe gestohlen“. Grausam. Wir können nicht mehr und geben an dieser Stelle den Griffel ab. Ende, aus, vorbei. Wir haben fertig: Mit Ibbenbüren – und noch viel mehr mit Bielefeld, dieser bösen, bösen, bösen Stadt.

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