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Hirnoperation ohne „Blindflug“

KÖLN dpa ■ Kölner Ärzte haben nach eigenen Angaben weltweit erstmals während einer Parkinson-Operation detailliert ins Hirn geschaut. Das Team um den Neurochirurgen Professor Volker Sturm von der Kölner Universitätsklinik nutzte zum Einsetzen eines Hirnschrittmachers einen speziellen Kernspintomografen, der im Operationssaal kontinuierlich Livebilder aus dem Gehirn liefert. Bisher habe man solche Operationen zwar exakt im Voraus berechnet, aber während des Eingriffs keinen Einblick in den tatsächlichen Verlauf gehabt, sagte Sturm der dpa. „Wir haben bisher praktisch im Blindflug operiert.“ Die Kölner Ärzte operierten eine 50-jährige Patientin, die seit 16 Jahren unter der Parkinsonschen Krankheit leidet. Die Krankheit ist unheilbar, kann jedoch mit einem Hirnschrittmacher gelindert werden, der inaktive Hirnbereiche stimuliert.

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