Herbsttagebuch (2):
Foto: Foto und Text: Fred Hüning
Vor einem Jahr und einigen Tagen stehe ich in der Dämmerung barfuß am Waldrand. Das Handy schlägt an und überbringt die Nachricht vom Tod meines Freundes, Mentors, Förderers und Verlegers Hannes. Ich lehne mich ans Gatter der Pferdekoppel, lege meinen Kopf in die Armbeuge. Der Schimmel, der mir so gut gefällt, löst sich langsam von der Herde, kommt auf mich zu, stupst mich mehrmals behutsam am Arm. Ich spüre seinen warmen Atem auf meiner Haut. Ich lebe.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen