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Happy Birthday, ViagraZehn Jahre dicke Hose

Seit zehn Jahren verhelfen kleine Pillen Männern zu mehr Standhaftigkeit - Nebenwirkungen: Unmengen von Spam-Mails im elektronischen Posteingang.

Genau zehn Jahre ist sie her, die pharmakologische Revolution der Erektion: Damals brachte der Pharmakonzern Pfizer in den USA Viagra auf den Markt, mit dem seither viele Männer ihrer Standfestigkeit Nachhaltigkeit verleihen. Das Beste an den kleinen Helfern für den kleinen Freund: Sie steigern nicht nur die Potenz, sondern auch das Ego (bei vielen Männern durchaus ein Kausalzusammenhang). Deshalb schmeißen sich nicht nur Casanovas in der Midlife-Crisis das Dödel-Doping ein, sondern auch immer mehr ganz gesunde, junge Männer. Wissenschaftler warnen vor einer möglichen psychischen Abhängigkeit und mahnen an, dass "ein harter Penis keine Beziehungsprobleme lösen könne".

Erstens ließe sich über den Wahrheitsgehalt dieser Aussage streiten, zweitens sollte man all die schönen Nebenwirkungen nicht vergessen: Die tägliche Flut von Spam-Mails im E-Mail-Konto zum Beispiel, die immer wieder zum Schmunzeln animieren. Was haben Internet-Versandhäuser eigentlich vor Viagra verkauft? Anabolika? Wie langweilig, so eine Welt ohne Potenzsteigerungshelfer! Und so schöne Witze wie: "Was ist Tierquälerei? Einer Schlange Viagra geben!" wären uns auch durch die Lappen gegangen.

Mal ganz abgesehen davon, dass ein ausgeprägtes Männlichkeitsgefühl doch durchaus etwas für sich hat: Frauen freuen sich über ungeteilte Aufmerksamkeit und viele Komplimente, die Wirtschaft wächst aufgrund des angestachelten Konkurrenzverhaltens. Also: Immer schön standhaft bleiben, Jungs! NELE JENSCH

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1 Kommentar

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  • GS
    Günther Steinmetz

    Der Artikel ist sehr oberflächlich und frei von jedem Sachwissen. Dass Viagra und die 2003 auf den Markt gekommenen Präparate Cialis und Levitra wirksame Medikamente gegen eine Krankheit (erektile Dysfunktion) sind, scheint der Autorin entgangen zu sein.

     

    Viagra und Co. können unter bestimmten Voraussetzungen ein Segen für viele Männer sein, die z.B. wegen Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Operationen im kleinen Becken und Depressionen an Erektionsstörungen leiden. Allerdings wirken diese Medikamente längst nicht bei allen Männern und oft ist die Anwendung auch mit unrealistischen Erwartungen verbunden.

     

    10 Jahre Viagra, da bietet es sich an, einmal darüber nachzudenken, was dieses Medikament gebracht hat und welche Probleme mit der Anwendung verbunden sein können: Haben Viagra und Co. wirklich die Therapie der ED revolutioniert, wie oft euphorisch behauptet wird? Was hat sich mit der Einführung dieser Medikamente tatsächlich geändert? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit diese Medikamente einem Paar wieder zu einer befriedigenden Sexualität verhelfen können? Welche falschen Erwartungen sind oft mit Viagra und Co. verknüpft?

     

    Aber auf solche Fragen geht der Artikel nicht ein. Wer nach seriösen Informationen über Erektionsstörungen und ihre Behandlung sucht, der wird auf unseren Internetseiten www.impotenz-selbsthilfe.de fündig. Unter dem Menüpunkt "Aktuelles" haben wir übrigens auch einen Artikel zum 10. Jahrestag der Zulassung von Viagra.

     

    Günther Steinmetz

    Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)