: Gysi bleibt in der PDS und meckert
BERLIN afp ■ Der PDS-Politiker Gregor Gysi will trotz der Niederlage der Reformer auf dem Geraer Parteitag derzeit nicht aus der PDS austreten. Wie PDS-Sprecher Hendrik Thalheim gestern mitteilte, dementierte Gysi einen Bericht der Tageszeitungen Die Welt und Berliner Morgenpost, demzufolge er einen Parteiaustritt erwäge. PDS-Chefin Gabi Zimmer erklärte in Berlin, Gysi werde „auch in der schwierigen Situation nach der Niederlage bei den Bundestagswahlen mithelfen, dass die PDS Zukunft gewinnt“. Gysi selbst warf Zimmer gestern vor, mit ihrem regierungskritischen Kurs eine innere Spaltung der PDS in Kauf zu nehmen. Mit den Beschlüssen des Parteitags in Gera führe Zimmer die PDS in die selbst gewählte Isolation und damit in die politische Bedeutungslosigkeit, so Gysi. Er befürchte das politische Aus für die Linkssozialisten.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen