: Gurke des Tages
■ Zu kräftig die Hand geschüttelt
Ein 31jähriger Malawier ist in der Hauptstadt Lilongwe zu einer Geldstrafe von 40 malawischen Kwacha (knapp zehn Mark) verurteilt worden, weil er der Präsidentengattin Ann Muluzi zu kräftig die Hand geschüttelt hatte. Mutisunge Kanjakaya wurde für schuldig befunden, sich gegenüber der First Lady in unangebrachter Weise benommen zu haben, als diese am 22. Juni mit ihrem Mann, Präsident Bakili Muluzi, am Flughafen von Lilongwe eintraf. Polizisten hatten Kanjakaya unmittelbar nach dem Zwischenfall abgeführt. Dabei hat der Händeschüttler noch Glück gehabt, denn Präsident Muluzi hatte im Mai Malawis langjährigen Diktator Kamuzu Banda abgelöst. Ein Gerichtsmitarbeiter sagte, zur Regierungszeit Bandas wäre Kanjakaya wegen eines entsprechenden Vergehens getötet worden.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen