piwik no script img

Grenzen löchern

■ Im Kunstraum Lüneburg: Ausstellung und Video „Dienstleistung: Fluchthilfe“

Der Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen sind derzeit von zwei Seiten Grenzen gesetzt: Im Großen durch fast unüberwindliche Grenzkontrollen und im Kleinen – einzigartig in Europa – innerhalb Deutschlands durch die schikanöse „Residenzpflicht“, die einen Aufenthalt außerhalb desjenigen Ortes, an dem ein Asylantrag gestellt wurde, nicht erlaubt.

Mit einer Postwurfsendung an der EU-Grenze in der österreichischen Steiermark, dem 51-minütigen Video Dienstleistung: Fluchthilfe und einer gleichnamigen Ausstellung im Kunstraum der Universität Lüneburg widmet sich jetzt eine Gruppe von KünstlerInnen und Studentinnen der angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg dem Thema Fluchtbewegungen.

Schon der Titel des Projekts lässt keinen Zweifel daran, dass das, was der Justiz als Tatbestand der „Schlepperei“ gilt, nicht als kriminelle Ausbeutung von Flüchtlingen dargestellt werden soll. Hervorheben möchten die ProjektmacherInnen vielmehr, dass die Abschottungspolitik der Europäischen Union an ihren Außen- und die ausgetüftelten Kontrollen auch an ihren Binnengrenzen eine professionellen Grenzüberschreitungs-Service für Flüchtlinge erst nötig gemacht haben. xml

noch bis 21.7., Kunstraum der Uni Lüneburg, Scharnhorststr. 1

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen