Google macht Milliardengewinn: Rentable Werbung

Das Jahr 2009 war für Google ein gutes. Über 50 Prozent mehr Gewinn machte der Internet-Konzern - vor allem mit Werbung. Zur Kontroverse mir China gab es zunächst nichts Neues.

Schriftzug im Google-Hauptquartier im kalifornischen Mountain View. Bild: ap

NEW YORK dpa | Das Geschäft beim Internet-Konzern Google läuft nach einer Wachstumsdelle durch die Wirtschaftskrise wieder auf Hochtouren. Im vierten Quartal 2009 stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 6,67 Milliarden Dollar, wie Google am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn sprang auf 1,97 Milliarden Dollar nach oben.

Im Vorjahresquartal hatte Google gemessen daran nur magere 382 Millionen Dollar verdient. Allerdings kann man die beiden Zahlen nicht miteinander vergleichen, da damals eine Abschreibung von 1,1 Milliarden Dollar auf Beteiligungen an den Internet-Unternehmen AOL und Clearwire das Ergebnis verhagelt hatte.

Im gesamten Jahr verdiente Google 6,52 Milliarden Dollar - über 50 Prozent mehr als 2008. Der Umsatz wuchs um 8,5 Prozent auf 23,65 Milliarden Dollar. Das Geschäft von Google hatte zeitweise etwas unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise gelitten.

Der Konzern verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung im Umfeld von Suchergebnissen. In der schlechten Wirtschaftslage ließ das Interesse der Internet-Nutzern für die Werbeangebote nach. Allerdings blieben befürchtete massive Rückschläge für das Google-Geschäft aus. Im Schlussquartal stieg die Zahl der bezahlten Klicks im Jahresvergleich um 13 Prozent und um 9 Prozent gegenüber den Vorquartal.

Google drosselte einige Zeit die Ausgaben, inzwischen greift das Unternehmen aber wieder an, unter anderem mit dem weiteren Vorstoß ins mobile Internet-Geschäft mit dem Handy-Betriebssystem Android. In einer Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen stellte das Management um Konzernchef Eric Schmidt weitere Zukäufe und Neueinstellungen in Aussicht.

Mittel für eventuelle Übernahmen hätte der Suchmaschinen-Primus reichlich: Google saß zum Ende des Jahres auf einem Geldberg von 24,5 Milliarden Euro. Schmidt sprach von einem "außerordentlichen Abschluss eines Achterbahn-Jahres".

Zur Kontroverse mit der chinesischen Regierung gab es keine neuen Angaben, allerdings schlug Google einen etwas zurückhaltenden Ton an als vergangene Woche. Damals hatte Google nach einem massiven Hacker-Angriff angekündigt, sich nicht mehr den chinesischen Forderungen nach einer Zensur von Ergebnissen auf der örtlichen Google-Website beugen zu wollen und notfalls das Land auch ganz zu verlassen.

Nun betonte Schmidt, dass Google grundsätzlich zu dem Engagement in China stehen wolle. Man sei in Gesprächen mit der chinesischen Regierung, aktuell arbeite die Suchmaschine wie bisher. Peking hatte deutlich gemacht, nicht von den Zensur-Regeln abzuweichen.

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