piwik no script img

GAUCHOS & PAMPA

Der Ausflugstipp

Wem das Überangebot von Kultur, Restaurants und Bars in Buenos Aires zu viel wird, kann zur Abwechslung aufs platte Land fahren. Dorthin, wo der normale Bürger früher keinen Zugang hatte, es sei denn, man war mit einem der Reichen aus der Oligarchie befreundet: Urlaub auf einer Estancia, dem Privathaus eines Großgrundbesitzers. Diese Großgrundbesitze sind in der ganzen Provinz Buenos Aires verstreut: nördlich, südlich und westlich der Hauptstadt, und sie bieten einen sehr passablen Service zwischen drei bis fünf Sternen. Hier kann man das wahre argentinische Leben genießen! Landleben eben mit Gauchos, Pferde, Pampa, Mate …

Aber was das heißt das konkret? Auf jedem Fall viel essen (vier üppige Mahlzeiten am Tag) – Asados und Rotwein inklusive; auf dem Rücken eines Pferdes über die unendliche Weite blicken – begleitet von einem echten Gaucho; der Vielstimmigkeit der vielen, unterschiedlichsten Vögel lauschen. Bei aller Pampa-Romantik kann man in den Häusern natürlich auch ganz modern Tennis spielen, schwimmen und sich massieren lassen.

Die Hotellerie ist meistens rustikal, das heißt, die Räume sind immer ein bisschen trist beleuchtet, die Sofas etwas muffig, die Möbel nicht sonderlich bequem. Aber auch das kann man ja unter Romantik verbuchen!

Nicht vergessen: das Anti-Mosquito-Mittel und die Gummistiefel, falls ein plötzlicher Regen auf die Dächer donnert. Nach ein paar Tagen hat man sich an die Umstellung in der Natur gewöhnt und man möchte nichts lieber, als ewig in den weiten Horizont blicken.

LENA SZANKAY

Preise pro Person für eine Nacht all inclusive zwischen 50 bis 100 Euro. Je länger desto günstiger Entfernung: zwischen 70 bis zu 300 km von Buenos Aires Infos unter: www.estanciasargentinas.com/eng/index.php

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen