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„Frischer Wind“

■ Grüne Kandidatenkür für Wahl 1996

Worms (taz) – Im kleinen Bundesland Rheinland-Pfalz leisteten sich die Bündnisgrünen den Luxus, ihre KandidatInnen für die Landtagswahlen 1996 – aus regionalpolitischen Gründen – zeitgleich auf vier Parteitagen zu wählen. In Worms, Koblenz, Bullay und Lambrecht kürten die Delegierten je vier Frauen und vier Männer zu SpitzenkandidatInnen der Partei. Alles in allem hätten die Bündnisgrünen, so Landesvorstandssprecher Mehdi Jafari-Gorzini, ein 60köpfiges Team zusammengewählt, das „eine Mischung aus Erfahrung, Kontinuität und frischem Wind“ darstelle.

Listenführerin im Bezirk Rheinhessen/Vorderpfalz wurde die langjährige Landtagsabgeordnete Gisela Bill, die in Worms ohne Gegenkandidatin mit 114 von 138 Stimmen gewählt wurde. Die amtierende Fraktionsvorsitzende im Landtag, Friedel Grützmacher, erreichte im Bezirk Pfalz die „Pole-position“. In den Landtag einziehen werden die KandidatInnen nach dem prozentualen Anteil der Stimmen für die Bündnisgrünen in den vier Bezirken. Jafari-Gorzini rechnet mit je zwei VertreterInnen aus den Regionen – „und wenn wir gut abschneiden, können vieleicht auch neun Bündnisgrüne in den Landtag einziehen“. Minimalziel sei es, vor der FDP drittstärkste Kraft im Landtag in Mainz zu werden. kpk

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