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Förderung für liberale Juden

BERLIN/FRANKFURT ap ■ Der Streit zwischen dem Zentralrat der Juden und den liberalen jüdischen Gemeinden steht vor einer Lösung. Dieter Graumann, Präsidiumsmitglied im Zentralrat, erklärte gestern in Frankfurt am Main, sein Verband und die Union Progressiver Juden hätten sich geeinigt, die 15 liberalen jüdischen Gemeinden langfristig in die Struktur des Zentralrates zu integrieren und sie damit an der Förderung der Bundesregierung von 3 Millionen Euro im Jahr zu beteiligen. Ab sofort könnten die liberalen Gemeinden beim Zentralrat Projektmittel für die Förderung der Integration von Juden aus der Exsowjetunion beantragen, sagte Graumann. Jan Mühlstein, Vorsitzender der Union Progressiver Juden, bestätigte in München: „Die Vernunft hat gesiegt.“ Der Streit war eskaliert, weil die Liberalen mit einer Verfassungsklage gegen den Bund gedroht hatten, um ihre Beteiligung an der Förderung zu erzwingen. Der Konflikt war im April auch Thema eines Gesprächs zwischen Kanzler Schröder, Innenminister Schily und dem Zentralrat.