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Flugzeuge zerstören Ozonschicht

Bad Boll (dpa) - Die Abgase von Flugzeugen zerstören nach Ansicht von Wissenschaftlern nicht nur die schützende Ozonschicht der Erde, sie verstärken außerdem den Treibhauseffekt. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kamen am Wochenende etwa 70 Umweltexperten auf einer Tagung „Flugverkehr und Umwelt“ der Evangelischen Akademie Bad Boll in Baden-Württemberg.

Das Hauptproblem bei der Luftverschmutzung durch Flugzeuge sind nach Meinung der Experten Flüge in großer Höhe. Fliegt ein Jet in Höhen über zehn Kilometer, so stoßen die Triebwerke unter anderem zwei schädliche Stoffe aus: die sogenannten Stickoxide und Wasserdampf. Weltweit würden vom Flugverkehr 1985 über eine halbe Million Tonnen dieser Stickoxide produziert. Stickoxide und Wasserdampf zerstören nach Ansicht der Fachleute die Ozonschicht und verstärken den Treibhauseffekt.

Die Stickoxide schädigen die Atmosphäre gleich in doppelter Weise. In den unteren Luftschichten bilden sie troposphärisches Ozon. Dieses umweltgiftige Ozon verstärkt die Smogbildung. Gelangen diese Schadstoffe in sehr hohe Luftschichten der Stratosphäre, zerstören sie dort den Ozongürtel. Die Umweltgifte bleiben außerdem meist über ein Jahr in den hohen Luftschichten und wirken durch diese lange Verweildauer extrem schädlich.

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