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Fellner will Kronzeugenregelung

Bonn (taz) - Der Obmann der CDU/CSU–Fraktion im Innenausschuß, Hermann Fellner, hat den Anschlag auf Gerold von Braunmühl zum Anlaß genommen, „nach italienischem Vorbild... eine Kronzeugenregelung“ zu fordern, „um in das gewaltbereite Umfeld der RAF einzudringen“. Außerdem begrüßte er es, daß der Personenschutz verstärkt werden wird und teilte mit, daß das BKA dafür „weitere, beträchtliche personelle und sachliche Mittel erhalten wird“. Regierungssprecher Ost, der auf der Bundespressekonferenz über die Staatssekretärskonferenz zu dem Anschlag berichtete, behauptete von Fellners Vorstoß nichts zu wissen und deshalb auch keine Stellung zu dem „Kronzeugen– Vorschlag“ beziehen zu können. Ost und der Pressesprecher des Innenministeriums Rust teilten mit, daß am Mittwoch im Kabinett über Konsequenzen aus dem Anschlag gesprochen werde, zumal in dem „Selbstbezichtigungsschreiben“, als das die neue regierungsoffizielle Sprachregelung den Bekennerbrief bezeichnet, die Namen von weiteren sechs potentiellen Opfern genannt würden. Am Mittwoch wird auch im Innenausschuß über die Folgend des Attentats gesprochen werden. oto

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