: Es ist an der Zeit...
■ Im Gedenken an Saime Genc, Hülya Genc, Gülüstan Öztürk, Hatice Genc und Gürsun Ince
Im Gedenken an Saime Genc, Hülya Genc, Gülüstan Öztürk, Hatice Genc und Gürsun Ince
Demonstrationen, Lichterketten, Mahnwachen..., die Zeiten der Symbole sind vorbei.
Jetzt ist es an der Zeit zur Verantwortung zu ziehen:
diejenigen, die obwohl gesetzlich dazu verpflichtet, nicht einschreiten oder es gar juristisch ahnden, wenn nationalsozialistische, faschistische und rassistische Abzeichen, Schriften oder Symbole zur Schau gestellt werden,
diejenigen, die in Bonn unser Grundgesetz dem rechten Stimmenfang opferten,
diejenigen, die die Schande für das deutsche Volk mehr bedauern, als die Opfer sinnloser, brutaler Gewalt,
diejenigen, die auf Staatsbesuchen Scham heucheln,
diejenigen, die unbelehrbar und starrsinnig mit falschen Zahlen Stimmung machen,
diejenigen, die gewissenlos genug sind, noch einen Tag vor der unseligen Grundgesetzänderung in den Medien den „Asylbetrüger“ vorzuführen.
Es ist an der Zeit, daß endlich jede Bürgerin und jeder Büprger ihr bzw. sein selbstverständliches, demokratisches Wahlrecht ausüben kann, egal welcher Nationalität.
Es ist an der Zeit, daß jeder Mensch, der in diesem Land lebt, in allen Lebensbereichen die gleichen Rechte hat, egal ob man das doppelte Staatsbürgerschaft nennt oder sonstwie.
Es ist an der Zeit, unsere Regierung an den Werten zu messen, die sie vor zehn Jahren lautstark hinausposaunt hat.
Es ist an der Zeit Menschlichkeit, Toleranz, das Akzeptieren von Anderssein, die unbedingte Achtung vor dem anderen nicht nur zu beschwören, sondern zu leben. Jetzt, heute, ab sofort. Martina Denkner, Sprecherin Bündnis 90/Grüne, Kreis Höxter
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen