Elton John wird zu Weihnachten Vater: Ihnen ward ein Kind geboren

Späte Vaterfreuden für Elton John: Der 62-jährige britische Popmusiker und sein Ehemann David Furnish sind mit der Hilfe einer Leihmutter Eltern eines Jungen geworden.

Endlich Eltern: Der Popstar Elton John und der kanadische Filmemacher David Furnish. Bild: dpa

LOS ANGELES dapd/taz | Sir Elton John ist Vater geworden. John und sein Ehemann David Furnish sind seit Weihnachten Väter eines kleinen Jungen. Zachary Jackson Levon Furnish-John wurde in Kalifornien von einer Leihmutter zur Welt gebracht, deren Identität die Eltern geheim halten. Bei der Geburt wog er gut 3.600 Gramm. Zachary ist das erste Kind des 62-jährigen Popstars mit dem 48-jährigen Furnish. Die Eltern zeigten sich begeistert über ihren Nachwuchs.

Sie seien "überwältigt von Freude und Glück", sagten John und Furnish der Website USMagazine.com. Zachary sei gesund und es gehe ihm gut. USMagazine.com berichtete am Montag erstmalig von der Geburt des Kindes. Das Paar ist seit 2005 verheiratet und wollte bereits vor gut einem Jahr einen HIV-infizierten Jungen aus einem ukrainischen Waisenhaus adoptieren. Die Behörden dort lehnten das jedoch ab mit der Begründung, der Sänger sei zu alt und nicht verheiratet. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden in der Ukraine nicht als Ehe anerkannt.

Damals sagte John, er habe zuvor wegen seines Alters und seiner häufigen Tourneen keine Kinder adoptieren wollen. Die Begegnung mit dem 14 Monate alten Lew in Kiew habe bei ihm aber einen Sinneswandel ausgelöst. Er wünsche sich, dem Jungen eine gute Zukunft zu bieten.

Bereits im April des vergangenen Jahres sagte Furnish dem US-Magazin People, sie wollten erst dann Kinder haben, wenn John nicht mehr so häufig unterwegs sei. "Wir wollen die Erziehung der Kinder nicht in die Hände von Kindermädchen und Haushälterinnen legen", erklärte Furnish. "Wir wollen aktive Eltern sein." Vorbereitet ist das Paar auf die neuen Verpflichtungen: Die beiden haben bereits zehn Patenkinder, darunter die Kinder von Victoria Beckham und Elizabeth Hurley.

John und Furnish waren bereits zwölf Jahre ein Paar, als sie im Dezember 2005 nach einer Änderung der britischen Gesetze eine zivile Partnerschaft eingingen. Sie genießen damit ähnliche Rechte wie verheiratete Paare.

John und Furnish sind nicht die ersten Prominenten, die sich mit einer Leihmutter den Traum von einem Kind verwirklichen. Erst kürzlich wurden der amerikanische Schauspieler Neil Patrick Harris aus der US-Serie "How I Met Your Mother" und sein Partner Eltern von Zwillingen. Latino-Popstar Ricky Martin freute sich ebenfalls über Zwillingsjungen. Eine Leihmutter brachte auch die Zwillingsmädchen für die Schauspielerin Sarah Jessica Parker aus "Sex and the City" und Ehemann Matthew Broderick zur Welt. Schauspielkollege Dennis Quaid und seine Ehefrau wandten sich ebenfalls an eine Leihmutter, die ihre Zwillinge für sie austrug. Auf diese Weise wurde auch Schauspielerin Angela Bassett 2006 im Alter von 47 Jahren zum ersten Mal Mutter. Sie bekam ebenfalls Zwillinge.

Im Gegensatz zur Adoption ist Leihmutterschaft für potentielle Eltern allein eine Frage des Geldes, nicht aber der nationalen gesetzlichen Bestimmungen bezüglich des Alters und des Familienstandes. Während sie laut dem Online-Lexikon Wikipedia unter anderem in den USA, Großbritannien, Israel, Australien, Griechenland, Frankreich, Indien und Belgien legal ist, verbieten Dänemark, Schweden, Österreich und die Schweiz die Leihmutterschaft. In Deutschland sind lediglich ärztliche Handlungen im Zusammenhang mit Leihmutterschaften strafbar.

Ob und wenn wer der beiden Väter von Zachary auch der genetische Vater ist, ist nicht bekannt.

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