: Eine titanische Sensation
■ taz/'Morgen‘-Kombination im Finale des Titania-Fußballturniers knapp gescheitert
Rotation-Sportplatz (taz) — Ausgesprochen sensationell erreichte eine Kombination der beiden Zeitungen taz und 'Morgen‘ das Finale des traditionellen Titania-Turniers auf dem Rotation-Sportplatz an der Jannowitzbrücke. Nach einer standesgemäßen 0:4-Niederlage gegen Titania II sprachen entmutigte Geister bereits vom Heimgehen, doch rechtzeitig vor dem nächsten Spiel ging ein heftiger Ruck durch die Mannschaft, der vor allem die Abwehr auf wundersame Weise stabilisierte. Tore von Lokalkulturist Kuhlbrodt und Osteuropa-Spezi Rathfelder, dem torgefährlichsten, ungesperrten Standfußballer der Welt, brachten ein 2:0 gegen Laterne II und damit den Einzug ins Halbfinale.
Hier lauerte mit dem Gastgeber Titania I ein scheinbar übermächtiger Gegner, der mit Hilfe eines Eigentores auch prompt in Führung ging. Nachdem Titania jedoch fairer- aber unvorsichtigerweise einen vom Schiedsrichter bereits anerkannten zweiten Treffer wegen Torwartbehinderung selbst annulliert hatte, fiel plötzlich der vielbestaunte Ausgleich. Die einzige Torchance der vereinten Presseorgane nutzte der federfüßige Kuhlbrodt zum 1:1.
Im entscheidenden Elfmeterschießen konnte Titania dann den torwächternden Rätselkönig Huth bei sieben Strafstößen nur einmal bezwingen, während auf der anderen Seite der rätselhafte Keeper selbst und taz-Hausmeister Wolf trafen. Im enttäuschenden Finale brachten zwei ausgelaugte Teams dann nur ein 0:0 zustande. Erneut gab es Strafstoßschießen, wieder schlug der Hausmeister zu, aber er blieb der einzige. Der Pokal ging an die neunmeterfeste Mannschaft von Laterne I.
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