: Doch! Guck hier: Der ist wooohl flexibel!!“
Berlin (taz) – „Hände begucken, gibt Streit“, sagt die Mutter des Wahrheitaushilfsredakteurs. „Hände verraten alles“, sagt Petra. Das Frauenmagazin berichtet in seiner Novemberausgabe mit Hinweis auf eine amerikanische Studie: Handlesen sei mitnichten eine Jahrmarktkunst. Vielmehr gebe es direkte Entsprechungen zwischen den Handlinien und –bergen eines Menschen und seinem Charakter, weswegen Petra ihren Leserinnen die wichtigsten Handlinien und –hügel zeige, die „alles über das Liebes- und Sexleben eines Menschen verraten“. Zeichen, die man mit ein bisschen Übung schnell entschlüsseln könne – bei sich selbst (Wie sinnlich bin ich? Wie oft werde ich mich verlieben? Bekomme ich Kinder? Was ist mit meinem Sex-Appeal?), aber auch beim potenziellen Beschäler (Ist er treu? Egoistisch? Großzügig? Wie sieht sein Daumen aus? Ist sein kleiner Finger flexibel? + + + rpt + + + Ist sein kleiner Finger flexibel?). Doch ach, die Handleserei verrät laut Petra nur „alles über den Charakter eines Mannes“. Die wirklich wichtigen Fragen beantwortet, wie gewohnt, nur der Blick auf seine Nase.
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen