: Die wilde Dreizehn
Bundeswehrtruppe auf dem Weg nach Grönland
Da wird sich Donald Trump aber bannig viel fürchten. „Bundeswehr schickt 13 Soldaten nach Grönland“, meldeten am Donnerstag die Agenturen. Vom gefräßigen amerikanischen Präsidenten, der sich gern Grönland einverleiben möchte, wird der Trupp dann wohl zum Frühstück verspeist. Aber wie kam es eigentlich zu der seltsamen Zahl von 13 Soldaten? Falsch sind alle Gerüchte, dass die Entsendung des Expeditionskorps mit einer beliebten Fernsehsendung zu tun hat, die RTL gestern mit einer parallelen Pressemitteilung bewarb: „Der Zauber von ‚Let’s Dance‘ beginnt hier – 13 Prominente der neuen Staffel stehen fest.“ Richtig hingegen ist, dass die Grönlandtruppe der Bundeswehr in der Tradition der „Wilden Dreizehn“ von Michael Ende steht, einer Bande, die eigentlich nur aus zwölf Piraten besteht. Beim Durchzählen aber meldet sich der erste Pirat aus Dummheit am Schluss stets ein zweites Mal, sodass die „Wilde Dreizehn“ zustande kommt. Ähnlich ging es auch auf dem Luftwaffenstützpunkt Wunstorf zu, von wo aus die wilde Bundesbande mit einem brummigen Lied auf den Lippen aufbrach: „Ohe, ohe, ohe, jetzt kommt die Wilde Dreizehn!“
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