MIT DER ABWICKLUNG AUF DU UND DU: Deutsche Bank koordiniert
■ Rußland und Ukraine jetzt über Schuldenanteil einig
Berlin (taz) — Rußland wird rund 61, die Ukraine etwa 16 Prozent der sowjetischen Auslandsschulden übernehmen. Dies meldete die Nachrichtenagentur 'Interfax‘ nach einer Sitzung des Interrepublikanischen Wirtschaftsausschusses. Zuvor hatte die Außenwirtschaftsbank, über die die Zahlungen abgewickelt werden, die Aussetzung der Schuldentilgung angekündigt. Die Anteile Rußlands und der Ukraine entsprechen fast genau denen der beiden Republiken an der Wirtschaftskraft der UdSSR im Jahre 1988.
Die Interessen der Auslandsbanken, bei denen die USS in der Kreide steht, werden nun von der Deutschen Bank koordiniert, die am stärksten betroffen ist. Eine Bitte, das entsprechende „Steering-Komitee“ zu leiten, sei aus Moskau eingegangen, gab der Deutschbankier, Hilmar Kopper, am Donnerstag bekannt. In welchem Umfang die Deutsche Bank ungedeckte UdSSR-Kredite in den Büchern habe, mochte Kopper wieder nicht sagen. Es seien deutlich weniger als die 1,4 Milliarden DM, die die Bank 1982 bei Ausbruch der Schuldenkrise in Brasilien offenstehen hatte; außerdem seien sie zu bereits zu 70 Prozent abgeschrieben. diba
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen