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Der Nationalpark Wattenmeer

Der Nationalpark „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ erstreckt sich zwischen der Insel Sylt und der Elbmündung mit einer Küstenlänge von 460 Kilometern. Er ist mit 273.000 Hektar Fläche der größte deutsche Nationalpark (siehe Karte oben). Zusammen mit den südlich anschließenden Nationalparks Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer bildet er ein 524.000 Hektar umfassendes Ökosystem von der dänischen bis zur holländischen Grenze.

Rund 60 Prozent (170.000 Hektar) des Parks sind tideabhängige Wattfläche, 2 Prozent (5800 Hektar) sind besonders artenreiche Salzwiesen. 16 Gebiete mit einer Fläche von 84.000 Hektar (30 Prozent) sind als besonders geschützte „Zonen 1“ ausgewiesen, in denen der Zutritt durch Menschen streng reglementiert ist. Die Muschel- und Krabben-Fischerei ist jedoch bisher weiterhin möglich.

Der Park wurde 1985 unter der CDU-Regierung Barschel vom Kieler Landtag bei nur einer Gegenstimme gegen den heftigen Widerstand in der Bevölkerung beschlossen, seit 1990 ist er von der UNESCO als Biosphärenreservat von Weltrang anerkannt.

Im September wurde der Synthesebericht „Ökosystemforschung Wattenmeer“ vorgestellt. Das von Wissenschaftlern in siebenjähriger Forschung, die von Bund und Land mit 35 Millionen Mark finanziert wurde, erarbeitete 800-Seiten-Gutachten empfiehlt die Ausweitung des Nationalparks um ein knappes Drittel auf 345.000 Hektar. Die Zone-1-Flächen sollten auf 181.500 Hektar verdoppelt werden, in zwei „Referenzzonen“ vor Sylt und vor Büsum solle jede wirtschaftliche Tätigkeit untersagt werden. Dies würde Einschränkungen vor allem für die Muschel- und Krabbenfischerei bedeuten. smv

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