piwik no script img

Das Wetter:Heimtierschwindel

Da Hasenpaules Kreationen auch für Zoologen kaum von teuren Markentieren zu unterscheiden waren, drehte er jahrelang das ganz große Rad im internationalen Heimtierschwindel. Doch als ein Angorakaninchen auspackte, das sich mit seiner Halterin wegen eines Preisgelds überworfen hatte, fiel sein Imperium. Ein DNS-Test bewies, dass es sich bei dem preisgekrönten Tier in Wahrheit um die arbeitslose Kleindarstellerin Gudrun P. handelte, die Hasenpaule für ein Handgeld angeheuert hatte. Bei Überprüfungen in namhaften Tierparks stellte sich ferner heraus, dass es sich bei den Gattungen Wombat, Nasenbär und Erdmännchen gar nicht um reale Arten, sondern um Erfindungen des begnadeten Tierfälschers handelt.

taz lesen kann jede:r

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen