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Dalai Lama kommt

■ 5.000 Gäste in Oldenburg erwartet

Oldenburg. Oldenburgs Kulturdezernent, Ekkehard Seeber, fand wohl die richtigen Worte, um den Dalai Lama von einem Besuch in Oldenburg zu überzeugen. „Wenn Veränderungen im politischen Verhältnis zu dem von China unterdrückten Tibet möglich sind, dann kommen sie aus der Provinz“, hatte er ins Feld geführt. Nun steht fest: Der Dalai Lama besucht am 3. November Oldenburg.

Am vergangenen Montag war seine Bortschafterin und für Süd- und Mitteleuropa zuständige Repräsentantin, Chungdak Koren, in Oldenburg, um den Besuch vorzubereiten. Geplant ist ein Kolloquium, an dem geladene Gäste, darunter entsprechend vorbereitete SchülerInnen und Studierende der Stadt teinehmen werden. Das Thema: „Wie kann Deutschland Tibet politisch, wirtschaftlich und kulturell helfen?“Noch am gleichen Tag ist eine öffentliche Großveranstaltung in der Weser-Ems-Halle vorgesehen, zu der etwa 5.000 Besucher erwartet werden. Mehr als die Hälfte der Eintrittskarten sind bereits verkauft. Hier wird der 14. „Gottkönig“aus Tibet über „Frieden und soziale Gerechtigkeit im nächsten Jahrhundert“sprechen. Anschließend will der Friedensnobelpreisträger eine öffentliche Meditation leiten.

Während einer Pressekonferenz nutzte Chungdak Koren die Gelegenheit, kurz auf die aktuelle Situation ihres Volkes einzugehen. Dabei stellte sie zwar fest, daß die sechs Millionen TibeterInnen angesichts von 7,5 Millionen ChinesInnen inzwischen eine Minderheit im eigenen Lande sind. So formulierte sie die Befürchtung, daß TibeterInnen schon bald als lebendige Museumsstücke gelten. Gleichwohl verlieh sie mit Blick auf die Freilassung einiger tibetischer DissidentInnen aus chinesischen Gefängnissen der Hoffnung auf einen Wechsel in der chinesischen Tibet-Politik Ausdruck.

Albert Rohloff

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