: Castor-Boxen
■ Griefahn–Merkel: unentschieden
Hannover (taz) – Amtspost mit bekanntem Inhalt für Angela Merkel: Im Streit um den ersten für Gorleben bestimmten Castor-Behälter hält sich Monika Griefahn penibel an die Vorgaben aus Bonn. „Umweltministerium hebt Zustimmung zum Castor-Abtransport auf. Bonn will das letzte Wort sprechen“, verkündete gestern Niedersachsens Umweltministerin in einer Pressemitteilung. Die Sicherheitsbedenken gegen den unter zahlreichen Pannen beladenen Castor hätten sich verstärkt, da die „Brennelementlager Gorleben“ eine erneute Überprüfung verweigert habe, lautet die Begründung.
Der Bescheid sei dem Bundesumweltministerium zur Zustimmung vorgelegt worden. Dort wollte man gestern jedoch lediglich einen Entwurf. Das Papier aus Hannover werde jetzt gründlich geprüft, sagte eine Sprecherin von Angela Merkel, allerdings sei bekannt, daß sich die Position der Bundesregierung in dieser Frage nicht geändert habe. Jürgen Voges
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen