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Brandanschlag auf Professorenauto

■ Auto des Historikers Nolte wurde durch einen Brandsatz zerstört / Senator Turner hält Presse für geistige Verursacher

Berlin (taz) – Auf das Auto des rechts-konservativen Historikers Prof. Ernst Nolte ist letzten Dien- stag auf dem Parkplatz der Freien Universität Berlin ein Brandanschlag verübt worden. Das Auto Noltes brannte völlig aus. In einer Kommandoerklärung werfen die Brandstifter dem Professor seine reaktionäre Haltung im sogenannten Historikerstreit vor. Nolte, so das Bekennerschreiben „sei Mitbegründer des antikommunistischen Kampfbundes Bund Freiheit und Wissenschaft der Notgemeinschaft für eine Freie Universität“.

Beide Vereinigungen haben seit Anfang der siebziger Jahre die Disziplinierung und Bespitzelung linker Studenten zum Ziel gehabt. Er gilt als einer der renommiertesten Faschismusforscher, heißt es in dem zweiseitigen Bekennerschreiben weiter. „Wir greifen Nolte an, weil er einer derjenigen ist, die in ihrer Person die Kontinuität von Faschismus und der BRD verkörpern“. Nach Angaben der Polizei wurde in das Auto Noltes eine leicht brennbare Flüssigkeit gekippt und angezündet. Die Täter seien anschließend unerkannt entkommen. Die Abteilung Staatsschutz der Berliner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Als eine „unverantwortliche Tat von Meinungsterroristen“ hat Berlins Wissenschaftsenator Turner den Anschlag verurteilt. Hier zeige sich mal wieder deutlich, hob Turner hervor, wie fließend der Übergang von verbalen Attacken zu tätlichen Angriffen sei. Wie immer man zu Noltes Thesen steht, Terror dürfe niemals die geistige Auseinandersetzung ersetzen. Der ASTA der Universität soll sich nachdrücklich von dieser Tat distanzieren, forderte Turner. time

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