: Blaue Karte
■ Einmal Nordwest für 40 Euro
Rund 40 Euro soll eine neue Karte kosten, mit der man ab Mai 2002 freie Eintritte in Freizeitparks, Museen oder zu anderen Unterhal-tungsangeboten bekommen kann. Die „EntdeckerCard Nordwest“ soll in einer Region zwischen Osnabrück und Borkum gelten. Um zum gewünschten Ort des Freizeitvergnügens zu kommen, kann man das blaue Kärtchen außerdem als Fahrkarte in den Verkehrsverbünden nutzen.
Das ist zumindest die Planung für dieses neue Tourismusprojekt, das Peter Siemering von der Bremer Touristik Zentrale (BTZ) gestern gemeinsam mit der Senatorin für Bau und Umwelt, Tine Wischer (SPD), vorgestellt hat.
Das Angebot der „Entdecker-Card“ klingt prima für TouristInnen, die gerne nicht nur das Cloppenburger Museumsdorf, sondern auch die ostfriesischen Inseln abgrasen wollen. Allerdings: Ob innerhalb der 72 Stunden Gültigkeit der Karte alle Wunschziele zu erreichen und zufriedenstellend zu erkunden sind, muss sich noch herausstellen: Von Verden nach Juist beispielsweise braucht man für eine Strecke rund fünf Stunden. Denn in der Regel sind Züge innerhalb der Verkehrsverbünde Nahverkehrszüge. Und die halten an vielen kleinen und kleinsten Bahnhöfen. Am Wochenende könnte für Familien zudem das „Schöne-Wochenend-Ticket“ für 40 Mark eine Alternative sein.
Das Vorbild für die „EntdeckerCard“, die „BodenseeErlebniskarte“, hat der Bremer Variante gegenüber einen Vorteil: Man kann sie auch mit einer Gültigkeitsdauer von sieben oder 14 Tagen kaufen. Das macht Unternehmungsplanung flexibler.
In Bremen wird sich die Karte dann lohnen, wenn der 22 Euro teure Space Park-Eintritt mit enthalten ist. Bei anderen Eintritten, wie denen vom Übersee- oder Schifffahrtsmuseum, die bei acht bis zehn Mark liegen, muss man in den drei Tagen einige Institutionen abklappern, bis man die knapp 80 Mark für die Karte raus hat.
Jede der Einrichtungen, die mitmacht, kann man allerdings nur einmal besuchen. aro
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen