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Bezirk: Asylstelle »problematisch«

Berlin. Der Plan von Innensenator Heckelmann (CDU), die Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber nach Hohenschönhausen zu verlegen, stößt jetzt auch in dem betroffenen Bezirk auf Protest. Die designierte Bezirksbürgermeisterin Brunhild Dathe (parteilos) sagte, sie halte es für »sehr problematisch«, die »derzeit heißeste Behörde des Landes« nach Hohenschönhausen zu verlegen. Wie berichtet, soll die Anlaufstelle im September vom Tiergartener Friedrich-Krause-Ufer in die Ferdinand-Schultze-Straße in dem Plattenbaubezirk umziehen. Nach den Gewalttaten in Rostock war dieser Plan bei SPD und FDP auf Kritik gestoßen. Das Gebäude in der Ferdinand-Schultze-Straße habe deutliche Mängel, kritisierte Dathe, die dem Bündnis 90 nahesteht. Der Weg von der Straßenbahn sei »weit«, das Gelände könne unter Umständen einer »Mausefalle« für die Flüchtlinge gleichen.

Sollte sich der Umzug nicht mehr verhindern lassen, müßten Innenverwaltung und Polizei eine »Sicherheitskonzeption« erarbeiten, sagte die Politikerin. Bisher, so ihre Kritik, habe die Senatsinnenverwaltung dem Bezirk keinen Termin für den Umzug genannt. Offenbar seien auch keine »flankierenden Maßnahmen« geplant. Sie denke dabei an eine »Aufklärung« der Anwohner und an die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Vertretern von Bezirk, Senat und Polizei. taz

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