Bayern gegen Bukarest: Zitter-Comeback in Championsleague

In ihren ersten Königsklassen-Spiel seit eineinhalb Jahren hatten die Bayern viele Chancen, erzielten ein frühes Tor. Am Ende aber mussten sie doch noch kräftig zittern.

Verzweifelte am guten Keeper der Bukarester: Luca Toni. Bild: dpa

BUKAREST dpa Der Glanz fehlte dann doch etwas beim Comeback des FC Bayern München nach 17 Monaten ohne die Königsklasse. Doch immerhin stand es am Ende 1:0 für die Münchener.

Alles in allem war der Sieg am Mittwochabend beim rumänischen Rekordchampion Steaua Bukarest verdient. Das einzige Tor gegen den überragend haltenden kolumbianischen Torhüter Robinson Zapata erzielte Abwehrspieler Daniel van Buyten vor 18.000 Zuschauern im Steaua-Stadion bereits in der 15. Minute per Kopf nach Flanke von Bastian Schweinsteiger. Doch in der zweiten Halbzeit hätte auch leicht der Ausgleich fallen können.

Nun können die Bayern in den folgenden Heimspielen in der Vorrunden-Gruppe F gegen Olympique Lyon (30.September) und den AC Florenz (21. Oktober) bereits frühzeitig die Weichen zum Einzug ins Achtelfinale stellen.

Gruppe E:

Manchester United - FC Villarreal 0:0

Celtic Glasgow - Aalborg BK 0:0

Gruppe F:

Steaua Bukarest - Bayern München 0:1 (0:1)

Olympique Lyon - AC Florenz 2:2 (0:2)

Gruppe G:

FC Porto - Fenerbahce Istanbul 3:1 (2:1)

Dynamo Kiew - FC Arsenal 1:1 (0:0)

Gruppe H:

Juventus Turin - Zenit St. Petersburg 1:0 (0:0)

Real Madrid - BATE Borissow 2:0 (1:0)

"In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert. Da hätten wir das 2:0 machen müssen, dann wäre es ruhiger geworden", bilanzierte Trainer Jürgen Klinsmann seine erfolgreiche Premiere in Europas Meisterliga. Clubchef Franz Beckenbauer befand, die Bayern haben das Ergebnis in der zweiten Halbzeit "mit ein bisschen Glück nach Hause geschaukelt".

Die Bayern diktierten zunächst klar das Geschehen, gingen aber fahrlässig mit den sich bietenden Torchancen um und musste auch wegen Zapata bis zum Schluss um die Punkte bangen. Der "Teufelskerl" im Tor brachte Champions League-Debütant Luca Toni in seinem 50. Pflichtspiel für die Bayern schier zur Verzweiflung und verhinderte zwei sicher scheinende Möglichkeiten des Italieners (35./66.).

Tonis Co-Stürmer Miroslav Klose erhielt kurz vor der Pause einen Tritt gegen den Oberschenkel und wurde mit Blick auf den Bundesliga-Schlager am Wochenende gegen Werder Bremen mit Wiederbeginn durch Lukas Podolski ersetzt.

Klose hätte schon in der 3. Minute für einen Auftakt nach Maß sorgen können. Nach einem Solo über das halbe Spielfeld und Doppelpass mit Philipp Lahm scheiterte der Nationalstürmer aber am glänzend reagierenden Zapata. Den Führungstreffer nach einer Viertelstunde leitete Schweinsteiger mit einer präzisen Freistoß-Flanke auf van Buyten ein, der den Ball mit dem Kopf in die lange Ecke zirkelte.

Der Europacup-Sieger von 1986 suchte sein Heil vor allem mit Distanzschüssen. In der 21. Minute ließ Michael Rensing einen Ball von Florin Lovin nach vorne abprallen und hatte Glück, dass der nachsetzende Antonio Semedo nur das Außennetz traf. Geradezu Dusel hatte der Kahn-Nachfolger, als er den von Dayro Moreno aus spitzem Winkel abgefeuerten Ball mit dem Fuß gerade noch an den Pfosten des eigenen Tores lenken konnte (31.).

Im zweiten Durchgang ließen die Münchner die Zielstrebigkeit im Abschluss vermissen und wären in der 58. Minute beinahe dafür bestraft worden. Doch Rensing lenkte den Schuss des Brasilianers Arthuro an den Pfosten. Die endgültige Entscheidung vergab Podolski (62.), der Zapata aus 16 Metern ebenfalls nicht bezwingen konnte.

Eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Bayern noch einmal Glück, als der dänische Unparteiische Claus Bo Larsen bei einer Toraktion von Janos Szekely gefährliches Spiel pfiff.

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