: Barenboim tritt in Ramallah auf
RAMALLAH dpa ■ Daniel Barenboim, Pianist und Dirigent, künstlerischer Leiter der Berliner Staatsoper Unter den Linden, trat im zweiten Anlauf in einem Konzert in Ramallah auf. „Musik ist die Sprache des Friedens“, so seine Botschaft. „Ich spiele hier für euch in der Hoffnung, dass ihr den Konflikt um euch herum für eine Weile vergesst und seht, dass es auch gute Israelis gibt“, erklärte der Musiker dem Auditorium in einer Schule. Die dichte Medienpräsenz verhinderte zwar eine festliche Stimmung bei Beethovens Mondscheinsonate, die 200 Schüler dankten Barenboim aber trotzdem mit stürmischem Applaus. Barenboim hatte bereits im März versucht, nach Ramallah zu kommen. Das wurde ihm seinerzeit von der israelischen Armee unter Hinweis auf ein mögliches Sicherheitsrisiko untersagt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen