: Aus der Schachtel
■ Am Samstag beginnt wieder einmal das Schleswig-Holstein Musik Festival
An den gewohnt ungewöhnlichen Spielstätten wie ländlichen Herrenhäusern, Scheunen und Gutshöfen und musikalischer Prominenz zieht das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) seit nunmehr 15 Jahren die Zuschauer an. Vorbei sind jedoch die Zeiten, als man den Begründer Justus Frantz am liebsten mit dem Schlauchboot gleich auf beiden Meeren ausgesetzt hätte, die Deutschlands nördlichstes Bundesland umschlingen. Fern vom Schachteldenken in den Kategorien von U- und E-Musik plädiert der künstlerische Leiter des SHMF, der Dirigent Christoph Eschenbach, für Vielfalt, Qualität und Offenheit: „Es geht mir darum, Grenzen aufzulösen und die falsche Seriosität der Klassik ad absurdum zu führen“, sagt der 60-Jährige.
Gemeinsam mit Festival-Direktor Rolf Beck leitet Eschenbach das Musikfest zum zweiten Mal. Die Grundzüge will er auf jeden Fall beibehalten. Für ihn sind das vor allem niedrige Eintrittspreise, unkonventionelle Veranstaltungsorte und eine lockere Atmosphäre, die den Zuschauern die Schwellenangst nimmt. „Wir wollen kein Salzburg werden“, meint Eschenbach, hauptberuflich Leiter der NDR-Sinfoniker, zum Festival, bei dem unter dem Motto „Neue Welt – Alte Welt. Amerika im Spannungsverhältnis zu Europa“ namhafte Musiker in Crossover-Projekten zwischen Klassik und Jazz nahezu alle musikalischen Stile Amerikas vorstellen. else/lno
ausführliches Programm unter www.shmf.de
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen