■ Auch ganz nett: Rudi und Henning
„Wenn Otto Graf Lambsdorff den Bürgern ,Heulen und Zähneklappern– bei kommenden Umverteilungen androht, dann zeigt das, woher der Wind weht: Nicht eine Strukturkrise soll gemeistert werden, sondern man will hart erarbeitete und erkämpfte Rechte beschneiden. Die solidarische Gesellschaft, das Prinzip der Hilfe der Starken für die Schwächeren, ist zum Sturm freigegeben worden. An den wirklichen Herausforderungen geht das alles vorbei: Nicht eine Zerschlagung der Standortbedingungen ist nötig, sondern deren behutsamer Umbau und Modernisierung.“
Aus: Rudolf Scharping , Solidarische Gesellschaft, Wirtschaftswoche vom 25. Juni 1993.
„Es wird Heulen und Zähneklappern geben, habe ich in meinem Pressegespräch zur Jahreswende 92/93 gesagt. Jetzt ist es soweit: Dieser Haushaltsplan ist gekennzeichnet durch drastische Einsparungen, Begrenzung der Personalausgaben bis an die Grenze des Vertretbaren und eine Radikalkur zur Modernisierung der Verwaltung im Interesse aller Bürger.“
Aus: Henning Voscherau , Zur Vorlage des Haushalts 1995, Staatliche Pressestelle vom 15. Juli 1994.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen