„Dieser Schein gilt nicht als Schein“ ist das Motto der katholischen Bischöfe für eine Lösung bei der Beratung von Schwangeren. Sie wollen im staatlichen Beratungssystem bleiben, ihre Scheine sollen aber beizumessen isausdrücklich nicht als Erlaubnis für eine Abtreibung gelten, wie das Gesetz es vorsieht. Die Politik will die vom Vatikan verordnete Trickserei der Oberhirten offenbar mitmachen ■ Von Bernhard Pötter
■ Die Kirche hat die eigene Rolle geklärt, dem Ziel des Lebensschutzes aber keinen Dienst erwiesen, meint Annette Schavan, Vize-Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
■ Der Kirchenrechtler Horst Herrmann über die Chancen der Bischöfe, nach dem Veto aus dem Vatikan einen eigenen Weg bei der Schwangerschaftsberatung zu gehen. Ein „Pseudoschein“ ist wertlos
■ Nach dem Veto des Papstes gegen die kirchliche Beratung von Schwangeren wollen die katholischen Laien diese selbst organisieren. Familienministerin Bergmann stimmt zu. Bischofskonferenz tagt ab Montag in Würzburg
Der Papst will die deutschen Bischöfe auf den Ausstieg aus der Konfliktberatung von Schwangeren verpflichten. Die Oberhirten sind zerstritten. Hinter der Fassade der frommen Einigkeit tobt der Kampf um die richtige Linie – und um die Macht ■ Von Bernhard Pötter
■ Der Papst verordnet per Brief aus dem Vatikan das Ende der katholischen Beratung für Schwangere. Kompromißvorschlag der deutschen Bischöfe hat keine Chance
■ In Kirchenkreisen wird in Sachen Schwangerenberatung auch Skepsis geäußert. Papst will bis zur Sommerpause entscheiden. Unklar bleibt der Einfluß Ratzingers in dieser Frage