„Wir sitzen auf einem Pulverfass“: Harro Rudolph, Insasse und ehemaliger Gefangenenvertreter der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel, über das Leben im Knast
Der Strafvollzugsexperte Gerhard Rehn, ehemaliger Leiter der sozialtherapeutischen Anstalt in Altengamme, warnt vor den fatalen Folgen eines Umbaus der Hamburger Gefängnisse. Und: Die Umstrukturierung verstoße gegen das Strafvollzugsgesetz
Trotz mehrerer Selbstmordversuche bleibt Abschiebehäftling ohne psychischen Beistand. Anwalt sieht Obhutspflicht verletzt. Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen behandelndes Marienkrankenhaus, Senat spricht von „intensiver Betreuung“
Senat weist Berichte über Häftlingsprotest in „Santa Fu“ zurück und will auch von Schikane gegen Gefangene nichts wissen. Opposition will Licht ins Knast-Dunkel bringen
Warum das Konzept der Feuerbergstraße nicht funktioniert und die Politik in der Falle sitzt, erklärt Jugendhilferechtsexperte Christian Bernzen. Nicht die Haft, sondern Hilfe müsse im Vordergrund stehen, und die Jugendlichen müssten gerne in dem geschlossenen Heim leben
Justizbehörde dementiert Haftschikanen in „Santa Fu“. GAL sieht Zusammenhang zwischen Vollzugsverschärfungen, Personalabbau und vermehrten Suizidversuchen
Monatelange Haftverschärfungen in der Haftanstalt Fuhlsbüttel sorgen für Unruhe unter den Gefangenen. Insassen fühlen sich schikaniert und leiden unter verordneter Isolation. Mitarbeiter befürchten Eskalation der Situation
Strafvollzug „darf kein Luxusurlaub sein“ – mit dieser Prämisse hat der Hamburger Innensenator Roger Kusch zwei Jahre den „weitgehend drogenfreien Strafvollzug“ vorangetrieben, dem auch die Substitution zum Opfer fiel. Für Drogenabhängige ist das lebensgefährlich. 12 Prozent der in Haft abstinenten Drogenabhängigen sterben laut einer Studie kurz nach Freilassung an entwöhnungsbedingter Überdosierung