Das einstige Konzentrationslager Sachsenhausen diente von 1945–1950 den Sowjets als Internierungslager für angebliche Nazichargen. Die Ausstellung „Lebenszeichen“ zeigt, daß vor allem Mitläufer, niedere Funktionäre und Unschuldige in diesem Stück Gulag ihr Leben verloren ■ Von Philipp Gessler
Vom Durchwurschteln in einer maroden Gesellschaft: Wladimir Schinkarjow von der Künstlergruppe Mitki erzählt vom Leningrad der frühen 80er ■ Von Susanne Messmer
■ Wer war schuld am Mauerbau? Die US-Historikerin Hope M. Harrison hat in früheren Geheimarchiven in Moskau und Berlin nach Antworten gesucht. Nicht Chruschtschow wollte die Mauer, sondern Ulbricht
Ein Dämon trieb Alexandr Solschenizyn ins Gefängnis und ließ ihn auch später in seinem erfolgreichen Schriftstellerleben nicht in Ruhe. Einige Knoten im biographischen Gewand des großen Literaten. Morgen wird Alexandr Solschenizyn 80 Jahre alt ■ Von Oleg Dawydow
Rechtsstaatlichkeit und demokratische Regeln stehen in der russischen Bevölkerung unter dem Verdacht, sie dienen nur den Funktionären, nicht den Menschen. Warum das so ist, hat historisch Gründe, die nicht allein mit den sieben Jahrzehnten Sowjetherrschaft zu tun haben. Ein Essay ■ Von Barbara Oertel (Text) und Anthony Suau (Fotos)
■ Der Lebensbericht eines kommunistischen Arbeiters führt vom Rotfrontkämpferbund über die Kriegsgefangenschaft im Gulag zur Abkehr vom Stalinismus und zur Altersweisheit
■ Fürst Vadim Olegowitsch Lopuchin, Vize-Marschall des Russischen Adelskonvents, schmerzt die „würdelose“ Veranstaltung in St. Petersburg: „Das ist eine Posse, ich schäme mich für unser Land“
Rußland trägt seinen letzten Zaren zu Grabe. Der verschwiemelte Umgang mit der Zeremonie zeigt: Kirche und Politik haben sich immer noch nicht entschieden, wie sie sich zur eigenen Geschichte stellen wollen. Die Russen – ein gebeuteltes Volk auf der Suche nach einer neuen Identität ■ Von Klaus-Helge Donath
Welche Kräfte werden in Zukunft die russische Gesellschaft prägen? Eine kleine Geschichte der Intelligenzija sowie ihr Verhältnis und ihre Distanz zum Regime ■ Von Masha Gessen
Er war eine Ikone des Kalten Krieges. Der CIA-Pilot Francis Gary Powers wurde 1960 über der Sowjetunion mit seinem legendären Spionageflugzeug U 2 abgeschossen. Daraufhin ließen die Sowjets den Pariser Gipfel platzen. Eine neue Eiszeit begann. Heute möchte man in den USA den Vorfall am liebsten vergessen. Powers Sohn möchte ein Museum und ein Mahnmal ■ Von Peter Tautfest