Straßen dunkler, Schwimmbäder kälter, der Osten spart weniger, aber protestiert mehr: Die taz hat alle 400 Landkreise zum Umgang mit der Energiekrise befragt.
VonJean-Philipp Baeck, Anne FrommundMalte G. Schmidt
Als am 20. Dezember 1963 in Frankfurt der erste Auschwitzprozess beginnt, fehlt Josef Mengele auf der Anklagebank. Der ehemalige KZ-Arzt war nach Südamerika geflohen. Als „Todesengel“ wird er in der Folgezeit zum Inbegriff des Bösen gemacht, zu einem dämonischen Wesen, über das wild spekuliert wird
Die Diskussion über die Lehren aus dem Wahldebakel der Grünen hat erst begonnen. Gerhard Schick, der finanzpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, zählt im Interview mit Kontext die Sünden der alten Führung, aber auch die der schwäbischen Besserwisser auf.
Ein grüner Landtagsabgeordneter hat bei einer parlamentarischen Anfrage zum Thema NSU einige Fragen gestrichen – auf Anraten des Innenministeriums. Die Antworten des SPD-Ministers lassen viele Fragen offen. Die Grünen wollen dennoch keinen Untersuchungsausschuss
Er ist der mächtigste Landrat der Republik. Und kaum jemand kennt ihn. Er kann den zweitgrößten volkseigenen Betrieb nach seiner Pfeife tanzen lassen. Und kaum jemand merkt es. Er heißt Heinz Seiffert und ist der heimliche Herr des drittgrößten deutschen Energiekonzerns, der EnBW
Traumata leben weiter. Bei den Kindern und Kindeskindern. Carmen Eckardt will das genau wissen. Die Spur führt zu Viktor Kunz, der in Stuttgart 1943 hingerichtet wurde. Er war ihr Urgroßvater
Stuttgart 21 soll Angela Merkels Wahlkampf nicht stören. Bahnchef Rüdiger Grube will den ursprünglich für diese Woche geplanten Abriss eines teilweise noch bewohnten Mehrfamilienhauses in der Nähe des Hauptbahnhofs auf die Zeit nach der Wahl verschieben
Die grüne Hölle wurde bei der CDU-Wahlparty an die Wand gemalt. Von Lothar Bopp, einem Stuttgarter Investor, Exmanager von Voith, Pro-S 21-Aktivist und fleißigen Wahlhelfer von Sebastian Turner, der jetzt wieder nach Berlin zurück kann
Krise als Chance: Mit der Schlecker-Pleite hat die Gewerkschaft Ver.di neue Themen und Partner entdeckt: die Nahversorgung der Dörfer und die Konsumenten. Kunden und Beschäftigte könnten an einem Strang ziehen
Mit einer satirischen Puppenshow begleitet Regisseur und Schauspieler Jamil die Revolution. Ein Gespräch über schwarzen Humor und die Dummheit von Diktatoren.
Anfang der Woche haben die Stuttgarter Meisterbürger Reykjavíks Oberbürgermeister Jón Gnarr zum Gespräch nach Stuttgart eingeladen. Der Komiker, Schauspieler und Politpunk hat sich in seiner Heimatstadt zur Wahl aufstellen lassen, weil er den etablierten Parteien in den Hintern treten wollte. Kontext sprach mit ihm über Ideen, Ziele und seinen Traum
Lieber doch beweglich bleiben, meint Kristina Schröder. Weil die FDP die gesetzliche Frauenquote für „nicht erforderlich“ hält, hat die Familienministerin ihre eigene Idee aufgegeben.
Der Parteichef der SPD muss sich auf dem nächsten Parteitag der Wiederwahl stellen. Sigmar Gabriel über die geplante Bundesratsblockade und seine stets niedrigen Beliebtheitswerte.
Weil die Forderungen der Demonstranten diffus sind, interpretiert sie jede Partei anders. Und der Union dämmert, dass ihre Wähler den Protest unterstützen.
Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Frank-Walter Steinmeier, hält der Kanzlerin bei der Energiewende Ziellosigkeit vor. Sie bestätige mit ihrer Politik alles, was sie zuvor bekämpft habe.