Schweden ist Krimiland. Das Autorenpaar Maj Sjöwall/Per Wahlöö hat das Genre sozialkritisch besetzt und damit die Volksheim-Gesellschaft mit geprägt. Dennoch ist Teil 1 der ZDF-Reihe „Kommissar Beck“ (So., 22.00 Uhr) ein Actionfilm
Die Gerichtsshow „Streit um drei“ hat sich kürzlich ein neues Konzept gegeben, das stärker dem Gerichts-TV der Privaten ähnelt. Allerdings fehlt der Erfolgsgarant: Krawall (ZDF, täglich 15.10 Uhr)
Es gibt sie noch, die kritischen Stimmen von der HipHop-Front: Allerdings findet man die aktuellen Protestsongs der Beastie Boys, von Saul Williams, Chuck D. oder Michael Franti fast nur im Internet
Seit 40 Jahren ist das ZDF Deutschlands erste Adresse für jungen Film. Zum Geburtstag gibt es vier Programmblöcke mit den Highlights – von Rainer Werner Fassbinder und Jim Jarmusch bis Tom Tykwer und Oskar Roehler. Natürlich nachts (0.05 Uhr)
Im Krieg, heißt es, stirbt die Wahrheit zuerst. Aber auch vorher geht’s ihr schon richtig schlecht: Mit „Büros zur strategischen Einflussnahme“ setzt das Weiße Haus US-freundliche Nachrichten in die Welt
Am Samstag strahlt RTL die umstrittene Dokumentation „Weltsensation! Michael Jackson – hautnah“ aus (21.30 Uhr). Es ist manchmal bizarr, manchmal berührend – aber nicht wirklich skandalös
In einer ebenso ambitionierten wie unterhaltsamen Reihe widmet sich der SWR der alten Frage: „Was war links?“ – die Doku ist alles andere als ein nostalgischer Rückblick (22.30 Uhr, SWR)
Die bundesweite Einführung des „überwachten offenen Strafvollzugs“ steht kurz bevor – und Sat.1 erklärt schon mal, worauf das in der Praxis hinauslaufen wird: „Der Fußfesselmörder“ (20.15 Uhr)
Die entscheidende Seeschlacht des Zweiten Weltkrieges wird transatlantisch aufgearbeitet: Die britische BBC, der US-Sender History Channel und der Norddeutsche Rundfunk schildern den „U-Boot-Krieg im Atlantik – Die Jäger“ (21.45 Uhr, ARD)
Das dreiteilige Doku-Drama „Die geheime Inquisition“ im ZDF betrachtet die Scheiterhaufen neuzeitlicher Ketzerprozesse aus der Sicht der Glaubenswächter: Das ist so gefährlich wie aufregend
Das DDR-Fernsehen ist seit elf Jahren abgeschaltet – und wird demnächst 50 Jahre alt. Wer übrig blieb von der alten Genossen, der feierte unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Berlin. Heimliche Beobachtungen von einer „geschlossenen Gesellschaft“