Regisseur Volker Lösch konfrontiert Wedekinds Drama "Lulu" mit den Erfahrungen von Sexarbeiterinnen, die er in die Berliner Schaubühne holt. Hier sind höchstens die Freier nackt.
Ein Streitgespräch zwischen Erika Steinbach, Naika Foroutan, Neco Celik und Thomas Brussig über Heimat, "Leitkultur" und die Schwierigkeit, als gleichberechtigter Bürger anerkannt zu werden.
KULTURUNTERNEHMERIN Die Chinesin Chen Yang lebt und arbeitet in Berlin. In ihrem WiE-Institut zeigt sie Kunst aus Ost und West. Wenn sie nicht gerade chinesischen Beamten die Vorzüge des deutschen Kulturföderalismus schildert oder erklärt, was Kulturmanagement ist
Die 24-jährige Janelle Monáe ist die Sensation des Jahres. Auf ihrem Debütalbum "The ArchAndroid" macht sie furchtlose Tanzmusik jenseits von R-&-B- und HipHop-Klischees.
RADIKALE KUNST Was ein gutes Leben ist, fragten im London der Siebziger nicht nur Graffiti. Die Seventies waren auch hier das wirklich radikale Jahrzehnt. 30.000 besetzte Häuser bildeten das Labor neuer Arbeitsweisen und Selbstbilder. Dies würdigt die Ausstellung „Goodbye London“ in der Berliner NGBK
Trentemøller bezeichnet sein Album "Into The Great Wide Yonder" als "Kaffeetisch-Musik". Auch wegen solcher Ideen ist es ihm gelungen, für elektronische Musik ein neues Publikum zu erschließen.
Die Süddeutsche Zeitung produziert ihre Lokalteile ab sofort in einem zentralen Ressort. Das hehre Ziel: Doppelstrukturen abbauen, mehr Zeit für Recherche schaffen.
Der Hamburger Senat tut sich schwer, Unterkünfte für wohnungslos gewordene Familien bereitzustellen. Dabei gilt offiziell die Devise, Obdachlosigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen.
RUSSENKRIMI Als Martin Cruz Smith seine Krimifigur Arkadi Renko erfand, wurde das Buch vom Verlag abgelehnt: Ein Sowjetpolizist als Held? Cruz Smith über den neuen Renko-Roman und seine Recherchen in Russland
Sie ließ Brüste hervorschießen wie Pilze und lockte mit der Einladung, auf intimes Terrain vorzustoßen: die Künstlerin Louise Bourgeois. Am Montag starb sie im Alter von 98 Jahren.
IKONE Vor 30 Jahren, am 24. März 1980, wurde in El Salvador Erzbischof Óscar Arnulfo Romero beim Zelebrieren der Messe erschossen. Die Linke, mit der er nicht unbedingt sympathisierte, hat ihn längst als ihre Ikone vereinnahmt
Nach acht Jahren Funkstille veröffentlichen die Superfrickler Fenn OBerg ihr neues Album "In Stereo". Und verabschieden sich von der reinen Computerlehre.
Benjamin Heisenbergs zweiter Spielfilm "Der Räuber" erzählt von einem Marathon-Bankräuber. "Pumpgun-Ronnie" sorgte für das größte Polizeiaufgebot Österreichs.