CDU, PDS und FDP wollten den Stasi-Mief in der Volkskammer bewahren / Fraktionschefs weigerten sich, Namen von belasteten Abgeordneten zu nennen/ Ausschuß lavierte/ de Maizière schwieg ■ Von Petra Bornhöft
■ Ergebnisloses Treffen de Maizieres mit SPD und Liberalen / Einheitliches Wahlgebiet vor Beitritt wird geprüft / Regierung droht Verlust der absoluten Mehrheit nur, wenn auch die SPD geht
■ Ministerpräsident und Außenminister enttäuscht / „Atomkriegsrisiko besteht weiter“ / Gorbatschow lobt „Schritt in richtige Richtung“ / Genscher sieht Fundamente für neue Sicherheitsordnung in Europa
■ Sowjetunion stimmt verschärftem Tempo zu / Übergangsperiode oder Abwicklungsfrist, das ist die Frage / Meckel (DDR) sieht sich als Vermittler / Stoltenberg (BRD) lehnt Obergrenze von 300.000 Soldaten ab
Überraschend wählten die Delegierten den 46jährigen Wolfgang Thierse zum neuen Parteivorsitzenden / Einheit von West- und Ost-SPD beschlossen / „Selbstbestimmte Schwangerschaft“ im Grundsatzprogramm ■ Aus Halle Brigitte Fehrle
■ Nach drei Wochen Verhandlungen zwischen den Experten liegt nun der Staatsvertrag vor. Den ursprünglichen Entwurf, der vom Bonner Diktat geprägt war, konnten die DDR-Unterhändler entschärfen.
■ Die bisher vereinbarten Eckwerte für die deutsch-deutsche Währungsunion stoßen auf ein deutsch-deutsch geteiltes Echo. Während die DDR-Minister Walter Romberg und Markus Meckel soziale Nachbesserungen im Staatsvertrag für unverzichtbar halten und Gewerkschaftssprecher den neuen Umtauschkurs als „Etikettenschwindel“ attackieren, lehnt die Bundesregierung weitere Zugeständnisse ab. So oder so werden viele DDR-Betriebe in die Pleite getrieben.
■ Genscher sieht in Schewardnadses Stellungnahme vor allem Konstruktives, schließt eine deutsche Doppelzugehörigkeit in beiden Bündnissen aber auch aus / Nato sehr erfreut über neue DDR-Regierung