Der Terror des NSU war keine Ausnahme, sondern Teil einer langen Geschichte. Im Gespräch erklärt der Karlsruher Historiker Darius Muschiol, warum Rechtsterrorist:innen jahrzehntelang nicht ernst genommen wurden und warum Politik und Gerichte dabei eine zentrale Rolle spielten.
Vincent Klink hat ein Faible für Sturköpfe. Schließlich ist der Stuttgarter Meisterkoch von der Wielandshöhe selber einer. Sein Motto: Sei nicht dumm, folge nicht den Ärschen. Jetzt hat er einen unbeugsamen Friedensaktivisten aus dem 16. Jahrhundert wiederentdeckt.
Die AfD sucht die Nähe zu autoritären Staaten und deren Lenkern. Zu Trump, Putin, Orbán. Auch mehrere Politiker:innen aus dem Südwesten reisen gerne nach Russland, Ungarn und in die USA. Um dort Kontakte zu festigen oder die „Leuchtfeuer der Freiheit“ zu preisen.
Mit der „Nationalrevolutionären Jugend“ ist seit Mitte 2024 eine Neonazi-Organisation im Südwesten aktiv, die junge Menschen mit Gewaltvideos und NS-Rhetorik rekrutiert. Kontext hat recherchiert, wie die Organisation vorgeht.
Nach der Pkw-Attacke in Mannheim schließen Ermittler ein politisches Motiv aus. Aber: Der Festgenommene war offenbar vor Jahren Teil der rechten Szene.
In Freiburg ist eine sonderbare politischeGruppe beheimatet, die aus der linken Szene stammt, aber schon länger an das Netzwerk der extremen Rechten angedockt hat: der „Bund gegen Anpassung“ (BgA), zu dessen Dunstkreis auch der Ahriman-Verlag gehört.
Sie interessieren sich für das, was in der Welt passiert. Acht Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse der Bismarck-Werkrealschule in Stuttgart-Feuerbach haben seit September an Freitagvormittagen im Schulprojekt von Kontext mitgemacht. Sie haben recherchiert und eigene Artikel erstellt. Ihre Themen: Hunger auf der Welt und Frauen in Afghanistan.
Der Politiker Eugen Bolz wird in Baden-Württemberg als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime geehrt. Dabei wird ausgeklammert, wie er den Aufstieg der Nazis beförderte, kritisiert der Historiker Martin Ulmer. Er wünscht sich ein differenzierteres Gedenken.
Überall wurde in den vergangenen Wochen das Grundgesetz gefeiert. Doch im Parlamentarischen Rat, der es ausarbeitete, saßen auch Männer mit Nazi-Vergangenheit. Wie Paul Binder und Hermann von Mangoldt. Der eine oberster „Arisierer“, der andere fanatischer Befürworter der Rassegesetze.