An Kindheitsgeschichten erinnerten sie sich alle: Die Tänzerin und Choreographin Ursina Tossi hat Menschen über den Regen befragt und ihre Antworten in Musik und Tanz umgesetzt. Das Resultat, eine „Tanzreportage“, ist morgen Abend in Hamburg zu sehen
Taft, Organza, Tüllbomben: Trotz sinkender Hochzeitsrate gelten die Berliner den Brautmodengeschäften der Stadt noch immer als gute Kunden. Obwohl eigentlich auch ein Bikini mit Schleier reichen würde, kaufen sie sogar noch die Valentino-Robe zum Preis eines Kleinwagens. Sie sind eben Romantiker
Vor 200 Jahren wurde der Hamburger Dom abgerissen. Die Öffentlichkeit nahm das widerspruchslos hin: Es entsprach dem Zeitgeist, mit dem „finsteren Mittelalter“ nichts mehr zu tun haben zu wollen
Am Rande des KZ Sachsenhausen ließ sich der Inspekteur der deutschen Konzentrationslager von Häftlingen eine Villa errichten. Heute eröffnet hier eine Jugendbegegnungsstätte. Der Leiter der Gedenkstätte verspricht ein buntes politisches Bildungsprogramm – und frische Denkanstöße gegen rechts
Liebe macht die Seele heil: An der Schaubühne beschäftigt sich Thomas Ostermeier in seiner Inszenierung von Christoph Nußbaumeders Stück „Liebe ist nur eine Möglichkeit“ mit der Krankheit Mann. Die Umsetzung auf der Bühne ist brillant, doch der intellektuelle Überbau riecht nach alter Herrensocke
Auch wenn längst nicht jeder Kostümwechsel einleuchten wollte: Pink, die Beste unter den amerikanischen Pop-Schabracken, wusste am Dienstagabend in der Max-Schmeling-Halle zu begeistern. Sie gab sich politisch und sang tonsicher, sogar kopfüber
Als Funker ist der gebürtige Allgäuer Eduard Henn mehr als 30 Jahre lang zur See gefahren. Heute plagt ihn Rheuma und die Angst vor dem Fernweh. In einem Weblog schreibt er aus St. Pauli über seine Reisen und das Leben auf dem Kiez
Heute startet die erste Weltmeisterschaft für Feuerwerkprofis. Die Chinesen und die Russen sind die Favoriten. Hans-Georg Kehse hat die 500.000 Euro teure Veranstaltung ins Leben gerufen und alle Hände voll zu tun, bevor die Teams aus sechs Ländern im Olympiastadion ihre Kunstwerke zeigen können
Im Fernsehen explodiert die Welt – doch das vertraute Bild der Katastrophe täuscht. Das Festival „Out of Disaster“ thematisiert den Umgang mit den starken Zeichen der Zerstörung in Film und Architektur
Die (fast) unsichtbare Minderheit: Hamburg hat die größte portugiesische Gemeinde in Deutschland. Doch nachdem der traurige Gesang des Fado aus der Mode gekommen ist, fällt es schwer, die portugiesische Kultur zu finden. Eine Spurensuche
Gert Möbius hat die vergangenen zehn Jahre praktisch mit seinem toten Bruder Rio Reiser verbracht. Den Hof in Fresenhagen, auf dem der Sänger zuletzt lebte, hat er gerade noch vor der Zwangsversteigerung bewahrt. Jetzt lebt er selber dort
Werner Liebig betreibt die Disko „Beat Club“ im niedersächsischen Langelsheim und organisierte 1970 und 1971 die beiden ersten Open Air-Festivals im Harz. Ein Blick zurück auf wilde Zeiten
Savas nennt sie im Gegensatz zu Wolkenkratzern „Tiefenkratzer“, die unterirdischen Städte von Kappadokien. Einige wurden bereits vor 4.000 Jahren acht Stockwerke tief unter die Erde gebaut. Später dienten sie verfolgten Christen als Zuflucht
Der Komiker Günter Willumeit, besser bekannt als Bauer Piepenbrink, wird am Sonntag mit dem Münchhausen-Preis der Stadt Bodenwerder ausgezeichnet. Doch der Wald-, Feld-, Wiesenwitz scheint, bedroht von Internet und Fernsehen, auf dem Rückmarsch. Eine Erkundung
Allein in Hamburg leben rund 17.000 Flüchtlinge ohne Perspektive auf ein festes Aufenthaltsrecht. Als Geduldete dürfen sie nicht arbeiten und keine eigene Wohnung mieten. Jeden Tag müssen sie mit Abschiebung rechnen. Die über Jahre anhaltende Angst macht viele krank. Drei betroffene Frauen berichten