Am Kitsch scheiden sich die Geister. Was dem einen unerträglich zuckrig erscheint, versetzt den anderen in Entzücken. Schwule gehören meist in die zweite Kategorie. Sie sind es auch, die den Kitsch zur Kunstform erhoben haben. Nicht erst seit Pierre et Gilles erschaffen schwule Fotografen verzauberte Gegenwelten, in denen einfach alles blinkt und strahlt. Denn eins ist den Homos klar: Die Welt könnte schöner sein. Gut, daß sie die Vergeblichkeit dieses Wunsches mit Humor nehmen ■ Von Reinhard Krause
■ Die Wende zum Ende: SPD und Grüne vereinbaren erstmals Atomausstieg. Zunächst soll mit der Atomindustrie über Modalitäten verhandelt werden. Die Rolle von Gorleben als End- und Zwischenlager ist ungeklärt
■ Serbiens Präsident Milošević stimmt nach Nato-Angriffsdrohung der Stationierung von 2.000 internationalen Beobachtern im Kosovo zu. Skeptische Reaktionen im Westen, Zustimmung in Moskau. Nato bleibt einsatzbereit
■ Grünen-Sprecherin Röstel erklärt Atomausstiegsgesetz zum Essential für eine Koalition mit der SPD und lehnt Schröders Idee von 25 Jahren bis zum Abschalten ab
■ Das ehemalige RAF-Mitglied im taz-Gespräch über die Mordtheorie von Stammheim: „Wir haben der Entstehung des Mythos zugeschaut und teilweise nachgeholfen“
■ Bankenpleite führt zu Kursstürzen. Nur Wall Street bleibt cool. In Japan Rekord an Firmenpleiten. Deutsche Banken haben 210 Milliarden Mark in Krisenregion verliehen
■ Bundeswehr präsentiert in „Traditionsräumen“ ausländischen Besuchern stolz die Siege der NS-Wehrmacht ohne jede Kommentierung: Verstoß gegen eigene Richtlinien
■ Alle Politiker suchen Kleingeld für die Unis – bisher vergeblich. Vor dem „Marsch auf Bonn“ sind sie wie auch die Arbeitgeber ganz solidarisch mit den Studis