■ NS-Zwangsarbeiter: Fast 55 Jahre nach Kriegsende weigern sich noch immer viele Unternehmen zu entschädigen. Seit über einem Jahr pokern Bundesregierung und Industrie mit den Opfern. Die Verhandlungen stocken. Acht Milliarden Mark, sagte Schröder gestern, sind das letzte Angebot. Diese Firmen wollen laut American Jewish Committee nicht entschädigen. Wollen sie warten, bis auch der letzte Zwangsarbeiter gestorben ist? Und glauben sie, dass wir das hinnehmen?
Die Niederländer haben im Zweiten Weltkrieg unter Nazideutschland schwer gelitten. Doch trotz des Traumas der deutschen Besatzung nahmen holländische Familien zwischen 1948 und 1950 Zehntausende Vier- bis Zehnjährige aus Deutschland auf. Woher nahmen die Holländer den Großmut, die Kinder des Feindes aufzupäppeln? Über ein vergessenenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte berichtet ■ Henk Raijer
■ Zwei typische Karrieren: Paul Schlack, Erfinder des kriegswichtigen Perlons, später Forschungsleiter bei Hoechst, und Ruth W., Textilarbeiterin und Mutter
■ In der Nacht des 13. Februar 1945 schmolz in Dresden der Sandstein. In den Tagen danach verbreitete sich der Geruch von Auschwitz über der Stadt. Ein paar Ergänzungen zu unvollständigen Geschichtsbildern
■ KZ-Aufseherin Pietzner erhielt 550 Mark Entschädigung pro Haftmonat, 400 Mark mehr als die Insassen. Wie wurde der Fall gemacht? Und was wußte Kinkel?
■ Mit unerbittlichem Impetus gegenüber der deutschen Öffentlichkeit verteidigte der jahrzehntelange Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin sein Lebenswerk: die Einheitsgemeinde