Der haitianische Journalist und Schriftsteller Louis-Philippe Dalembert ist seit Anfang Januar in Port-au-Prince zu Besuch. Er schildert, wie er das Erbeben erlebt hat.
Eine Zentrale aus Vertretern der US-Luftwaffe und der UN koordinieren die Nothilfe. Humanitäre Korridore sollen das Überleben von 2 Millionen Menschen gewährleisten.
Die meisten Haitianer überleben heute dank gegenseitiger Solidarität, nicht dank auswärtiger Hilfe. Wer Haiti effektiv helfen will, sollte die Haitianer in den Mittelpunkt stellen.
AUGENZEUGE Eigentlich wollte sich Louis-Philippe Dalembert ein paar schöne Tage in seiner alten Heimat machen und dann ein Literaturfestival besuchen. Der haitianische Schriftsteller, der sonst in Frankreich lebt, war zu Besuch bei seinem Bruder. Doch dann bebte am Nachmittag des 12. Januar 2010 die Erde
Wie durch ein Wunder haben die 22-jährige Marktverkäuferin Altagrace Nazé und ihr dreijähriger Sohn das schwere Erdbeben in Haiti überlebt. Alles sonst haben sie verloren.
Nach dem schweren Erdbeben wird Haiti für viele Jahre auf Hilfe angewiesen sein. Eine Koordination der internationalen Hilfsprojekte ist notwendig. Die Angst vor Unruhen ist groß.
ERDBEBEN Tausende US-Marines landen in Haiti, die Zahl der Soldaten soll auf 12.500 Mann steigen. EU will Gendarmen schicken. Das Ziel: ein „sicheres Umfeld“ für humanitäre Hilfe
"Besser US-Soldaten in Haiti als Hunger." Die Menschen in der zerstörten Hauptstadt begrüßen die US-Militärintervention. Ihrer eigenen Regierung trauen sie nicht.
Tommy Ramm ist mit der Diakonie Katastrophenhilfe auf Haiti. Er sagt, noch habe er keine Plünderungen beobachten können, die Medien hätten aufgebauscht. Das könne aber ganz schnell umschlagen.
Im Katastrophengebeit warten die Betroffenen auf Hilfe. Unterdes sicherte die EU 420 Millionen Euro zu. Bereits kommende Woche soll eine internationale Konferenz zu Haiti tagen.
Auf dem Flughafen in Port-au-Prince herrscht weiter Chaos, obwohl die Amerikaner ihn kontrollieren. In der Hauptstadt nimmt die Angst vor Gewalt zu. Hilfsorganisationen können das Essen nicht austeilen.
Christoph Waltz wird erneut für seine Rolle als SS-Offizier gewürdigt – und verbeugt sich vor Regisseur Tarantino. Der Preis für den besten Film und die beste Regie ging an James Cameron.