Zum Licht streben, auch unter den Bedingungen des Experiments: Das Art Forum Berlin ist erwachsen geworden. Die neunte Ausgabe der Messe ist gut besucht und lässt Trends erkennen, wie das Interesse der Kunst am wissenschaftlichen Experiment
Keine Angst vor Grabgestaltung: Wie der Bildhauer Thomas Schütte dort ansetzt, wo die Kunst vor dem Klischee in die Knie gegangen ist, kann man nun in der Galerie carlier gebauer nachvollziehen
Authentizität ist harte Arbeit. Und sieht doch in den fotografischen Inszenierungen der französischen Künstlerin Sophie Calle federleicht aus. Zurzeit bieten zwei Berliner Ausstellungen Einblicke in ihre kühnen Verwischungen von Kunst und Privatleben
Als die 68er die Stadt eroberten, drehte Gerd Conradt seinen Film „Farbtest“. Der ist jetzt samt Remake im Rathaus Schöneberg zu sehen. Das lange Echo einer Bewegung in Rot fragt, was von der Revolution übrig blieb
Hinter jedem großen Namen steckt eine kluge Fotografin: Seit 1968 ist Barbara Klemm für die „FAZ“ unterwegs, und noch immer wirken die Menschen vor ihrer Kamera ganz bei sich. Eine Auswahl ihrer besten Porträts ist nun bei c/o Berlin zu sehen
Bald eröffnet in Berlin die umstrittene Ausstellung der Flick-Collection. Eine Veranstaltung will nun mit Flick-Zwangsarbeiterinnen ins Gespräch kommen
Dörfer dieser Welt, schaut auf diese Stadt: Die ifa-Galerie zeigt Lagos als ortgewordenen Kollaps und uferloses Experiment. Dabei versäumt sie es, das wahrhaft Radikale der Megacity einzufangen
Über zwei Jahre war das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven ohne wissenschaftliche Leitung. Gestern wurde der schon vor langem designierte Lars Scholl zum Direktor ernannt – und muss große Aufgaben meistern
Kaufreflexe als Gedankenspiele: Das Designerduo „Human Beans“ entwirft Dinge, die ebenso nützlich wie grotesk sind. Jetzt zeigen sie diese in der Galerie Neurotitan
Wenn die Krieger der Zukunft so aussehen, dann wird vielleicht doch noch alles gut: Die Fotoausstellung „HipHop Immortals“ im Café Moskau zeigt HipHop inkohärenter und ironischer, als es uns seine medialen Präsentationen manchmal glauben lassen
Das Kunstwerk im Zeitalter seiner Mülltrennbarkeit: Die Ausstellung „Recycling Modern Art“ in der Galerie der Künste ist ein ironischer Kommentar zum MoMA-Hype. Dodi Reifenberg hat 30 Meisterwerke der Moderne aus Plastiktüten nachgefertigt
Uwe Johnson zum Siebzigsten: Eine Ausstellung im Brecht-Haus erinnert an den 1984 verstorbenen Schriftsteller. Zur Eröffnung ging man der Frage nach, ob er „der typische DDR-Autor“ gewesen sei
Es geht um nichts weniger als den Rang der beliebtesten Stadt: In der ersten Jahreshälfte strömten Touristen in Scharen her – trotz miesen Wetters. Doch noch ist Berlin weniger gefragt als London und Paris. Warum, erklären zwei, die es wissen müssen
Der Traum der Einbeziehung: Nicht in seiner Nische kruschteln, sondern viele etwas angehen, das zeigt sich beim Rundgang, zu dem die Universität der Künste einlädt, als Motivation der Studenten
Auf die Trümmer des amerikanischen Traums bauen: Mit der Ausstellung SUV im Neuen Berliner Kunstverein drehen Andreas Schimanski, Maik Wolf und Katrin Lock an einer Schraube, deren Richtung sie aber nicht ändern können