Formal existiert auch in Russland das Recht, den Militärdienst zu verweigern. Das Putin-Regime geht damit freilich nicht hausieren. Tausende junge Männer haben das Land verlassen, um nicht eingezogen zu werden. Deutschland gewährt ihnen meist kein Asyl. Zwei russische Anwälte im Exil bieten den Kriegsdienstverweigerern Hilfe.
Die Stuttgarter CDU-Politikerin Susanne Wetterich, 69, streicht einen Teil ihrer Biographie: ihre kommunistische Vergangenheit. Wer sie namentlich erwähnt, dem droht eine Klage. Gegen Kontext ist die Landesvorsitzende der Frauen-Union am vergangenen Donnerstag vor Gericht gezogen.
Eine Meldung mit Knalleffekt: Die „Südwestpresse“ aus Ulm kauft die Stuttgarter Zeitungen, die „Eßlinger Zeitung“, den „Schwarzwälder Boten“ und die „Böblinger Kreiszeitung“. Und was sagen die Chefredaktionen dazu? An der Qualität ändere sich nichts. Das klingt wie eine Drohung. Eine Bestandsaufnahme.
Seit 2016 wollten Grüne und Schwarze den Wohnungsbau für Baden-Württemberg „neu denken“. Das ist gründlich schiefgegangen. Jetzt verspricht Bauministerin Nicole Razavi (CDU) einen „echten Paradigmenwechsel“. Dass Fachleute die jüngsten Gesetzentwürfe in vielen Details ablehnen, ist Grünen und CDU egal.
Mit Prüfungen für alle Viertklässler:innen wollte die baden-württembergische Landesregierung die zukünftige Grundschulempfehlung „verlässlich und passgenauer“ machen. Stattdessen endet der erste Durchlauf im Chaos.
Weil er sich für die Rechte afghanischer Frauen starkmacht, landet der Stuttgarter Aktivist Jama Maqsudi im Gefängnis der Taliban. Mit Zellengenossen diskutiert er über den Koran und erlebt überraschende Eingeständnisse.
Linke Kultur als Feindbild: Vergangenen Samstag demonstrierte die rechtsextreme AfD-Jugendorganisation JA gegen das Stuttgarter U&D-Festival – weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, aber mit einem illustren Gast aus Wien.
Mütter haben unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Anforderungen an die Politik: zuverlässige Kitas, gute Schulen und eine nachhaltige Politik für die Zukunft ihrer Kinder. Maha Shoukri und Kamila Khoja kämpfen zudem gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.
Zu lebenslangem Nationaldienst gezwungen, verfolgt, eingesperrt, gefoltert: Semere Negasi verließ wie viele Eritreer:innen sein Land und ging durch die Hölle. Treffen er und andere Oppositionelle in der Diaspora auf Gefolgsleute des Diktators, eskaliert die Lage schnell. Ein Versuch, die Wut zu erklären.